Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
Stand: Mai 2026 · gültig für Bestellungen über shop.grundboden.de
§ 1 Geltungsbereich, Anbieter
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB") gelten für alle Verträge, die über den Shop unter shop.grundboden.de zwischen der grundboden GmbH (Anbieter, vollständige Anbieter-Daten siehe Impressum) und dem Kunden geschlossen werden.
(2) Der Shop richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne von § 14 BGB sowie an juristische Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtliche Sondervermögen (nachfolgend „Kunde"). Verträge mit Verbrauchern (§ 13 BGB) werden nicht geschlossen. Eine gültige Umsatzsteuer-Identifikationsnummer ist Voraussetzung für jede Bestellung.
(3) Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende AGB des Kunden werden nur dann und insoweit Vertragsbestandteil, als der Anbieter ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zugestimmt hat.
§ 2 Vertragsgegenstand
Gegenstand des Vertrags ist die Erstellung und Lieferung von 3D-Visualisierungen, Imagefilmen, Werbevideos und vergleichbaren digitalen Bewegtbildwerken nach den vom Kunden im Briefing angegebenen Vorgaben. Die konkrete Leistung ergibt sich aus der gewählten Produktkategorie auf der Shop-Seite und den Angaben im Briefing.
§ 3 Vertragsschluss
(1) Festpreis-Bestellung: Die Darstellung der Produkte im Shop stellt kein rechtsverbindliches Angebot, sondern eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots dar. Der Kunde gibt durch das Ausfüllen des Briefings, das Hinzufügen zum Warenkorb und das Auslösen der Bezahlung über Stripe ein verbindliches Angebot ab. Der Vertrag kommt zustande, wenn der Anbieter die Bestellung per E-Mail bestätigt oder die Bezahlung über den Zahlungsdienstleister Stripe erfolgreich abgeschlossen wurde.
(2) Anfrage / Individualangebot: Bei Produkten mit dem Hinweis „Preis auf Anfrage" (z.B. Individualvideo) handelt es sich um ein Anfrage-Verfahren. Der Kunde sendet sein Briefing als unverbindliche Anfrage. Der Anbieter erstellt nach Erhalt binnen 24 Werkstunden ein individuelles, schriftliches Angebot. Der Vertrag kommt erst durch ausdrückliche Annahme dieses Angebots durch den Kunden zustande.
§ 4 Preise und Zahlungsbedingungen
(1) Die im Shop angezeigten Preise verstehen sich in Euro netto, zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer in jeweils gültiger Höhe.
(2) Bei sekundenbasierten Produkten ergibt sich der Endpreis aus der vom Kunden im Briefing gewählten Videolänge multipliziert mit dem Sekundenpreis des jeweiligen Produkts. Wählbare Längen und der jeweilige Endpreis werden vor Bestellabschluss transparent angezeigt.
(3) Die Zahlung erfolgt grundsätzlich sofort bei Bestellabschluss über den Zahlungsdienstleister Stripe (Kreditkarte, SEPA-Lastschrift oder weitere von Stripe unterstützte Zahlungsmethoden). Bei Anfrage-Bestellungen (§ 3 Abs. 2) ergeben sich die Zahlungsmodalitäten aus dem individuellen Angebot.
(4) Bei innergemeinschaftlichen B2B-Bestellungen mit gültiger USt-ID des Kunden erfolgt die Rechnungsstellung im Reverse-Charge-Verfahren ohne Ausweis der deutschen Mehrwertsteuer (§ 13b UStG).
§ 5 Mitwirkungspflichten des Kunden
(1) Der Kunde ist verpflichtet, die im Briefing geforderten Angaben vollständig und wahrheitsgemäß zu machen. Insbesondere die Bezeichnung des Objekts (Grundstück bzw. Auftragsbezeichnung) ist für die spätere Zuordnung notwendig.
(2) Der Kunde stellt sicher, dass er an allen vom ihm hochgeladenen Materialien (Lagepläne, Fotos, Logos, Markenmaterial, Texte) die für die Auftragsausführung notwendigen Rechte besitzt. Er stellt den Anbieter von etwaigen Ansprüchen Dritter wegen Rechtsverletzungen durch hochgeladene Materialien frei.
(3) Verzögert sich die Auftragsausführung aus Gründen, die in der Sphäre des Kunden liegen (verspätete Materiallieferung, ausstehende Freigabe von Korrekturschleifen), verlängern sich Lieferfristen entsprechend.
§ 6 Lieferung und Leistungserbringung
(1) Die Lieferzeit ergibt sich aus der jeweiligen Produkt-Detailseite und beginnt mit Vertragsschluss bzw. Eingang aller für die Auftragsausführung notwendigen Informationen. Lieferzeiten sind unverbindliche Richtwerte, sofern nicht ausdrücklich als verbindlich vereinbart.
(2) Die Lieferung der fertigen Werke erfolgt digital per Download-Link an die im Profil hinterlegte E-Mail-Adresse des Kunden. Eine Lieferung auf physischen Datenträgern erfolgt nicht.
(3) Soweit nicht abweichend vereinbart, sind im Standard-Auftrag drei (3) Korrekturschleifen enthalten. Weitere Änderungswünsche werden nach Aufwand zusätzlich berechnet.
§ 7 Nutzungsrechte am gelieferten Werk
(1) Der Kunde erhält mit vollständiger Bezahlung des Auftragswerts ein zeitlich und räumlich unbeschränktes, einfaches (nicht ausschließliches) Nutzungsrecht an den fertigen Visualisierungen für die im Angebot bzw. Produkt-Beschreibung genannten Verwendungszwecke (typischerweise: Webseite, Social Media, Pressearbeit, Messeauftritte, Vertriebsunterlagen, interne Nutzung).
(2) Eine Bearbeitung, Kürzung oder Modifikation des gelieferten Werks durch den Kunden ist zulässig, soweit die Persönlichkeitsrechte abgebildeter Personen und Markenrechte Dritter gewahrt bleiben.
(3) Eine Weitergabe oder Unterlizenzierung der Nutzungsrechte an Dritte ist nur mit schriftlicher Zustimmung des Anbieters zulässig — ausgenommen ist die Weitergabe an beauftragte Dienstleister des Kunden (z.B. Werbeagenturen, Druckereien, Pressevertreter) im Rahmen der bestimmungsgemäßen Verwendung.
(4) Quellprojekt-Dateien (Render-Setups, 3D-Modelle, After-Effects-Projekte etc.) verbleiben im Eigentum des Anbieters und werden nur gegen gesonderte schriftliche Vereinbarung und Zusatzvergütung herausgegeben.
§ 8 Eigentumsvorbehalt
Bis zur vollständigen Bezahlung sämtlicher Forderungen aus dem Vertrag bleiben gelieferte Werke und ihre Nutzungsrechte Eigentum des Anbieters. Der Kunde ist bis zur vollständigen Bezahlung nicht berechtigt, das Werk öffentlich zu nutzen, zu vervielfältigen oder zu veröffentlichen.
§ 9 Mängelhaftung
(1) Mängel sind unverzüglich nach Lieferung zu rügen (§ 377 HGB). Spätere Beanstandungen werden nur berücksichtigt, soweit der Mangel bei ordnungsgemäßer Abnahme nicht erkennbar war.
(2) Bei berechtigten Mängelrügen ist der Anbieter zur Nacherfüllung verpflichtet (Nachbesserung oder Neulieferung — Wahl des Anbieters). Schlägt die Nacherfüllung trotz zweier Versuche fehl, kann der Kunde nach gesetzlichen Vorgaben den Vertrag mindern oder von ihm zurücktreten.
(3) Die Verjährungsfrist für Mängelansprüche beträgt zwölf (12) Monate ab Lieferung, soweit gesetzlich kein längerer Zeitraum zwingend vorgeschrieben ist.
§ 10 Haftungsbeschränkung
(1) Der Anbieter haftet uneingeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, für Schäden aufgrund einer übernommenen Garantie sowie für Schäden aufgrund Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit.
(2) Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten („Kardinalpflichten", also solcher Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf) haftet der Anbieter beschränkt auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden.
(3) Eine darüber hinausgehende Haftung des Anbieters ist ausgeschlossen. Insbesondere haftet der Anbieter nicht für entgangenen Gewinn, mittelbare Schäden oder Folgeschäden, soweit diese nicht auf einer Verletzung von Kardinalpflichten beruhen.
(4) Die Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz bleibt unberührt.
§ 11 Datenschutz
Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
§ 12 Widerrufsrecht
Da sich der Shop ausschließlich an Unternehmer im Sinne von § 14 BGB richtet, besteht kein gesetzliches Widerrufsrecht. Die §§ 312g, 355 BGB finden keine Anwendung.
§ 13 Anwendbares Recht, Gerichtsstand
(1) Für sämtliche Rechtsbeziehungen zwischen dem Anbieter und dem Kunden gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG).
(2) Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist Eckernförde, sofern der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist. Der Anbieter ist berechtigt, den Kunden auch an dessen allgemeinem Gerichtsstand zu verklagen.
§ 14 Schlussbestimmungen
(1) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Gültigkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.
(2) Änderungen oder Ergänzungen dieses Vertrags bedürfen der Schriftform (Textform per E-Mail genügt). Dies gilt auch für die Aufhebung dieser Schriftformklausel.
(3) Der Anbieter behält sich vor, diese AGB für künftige Bestellungen anzupassen, wenn rechtliche oder sachliche Gründe dies erforderlich machen. Maßgeblich ist die jeweils zum Bestellzeitpunkt geltende Fassung.